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Die verschiedenen Arten von Mundschutz

Jan 26, 2021

Welche Arten von Mundschutz gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Mundschutz. Besonders signifikante Unterschiede werden durch die Kategorisierung in verschiedene Filterklassen (FFP1 bis FFP3) dargestellt. Dabei gilt: Je höher die FFP-Zahl, desto stärker die Filterwirkung. Um sich so gut wie möglich gegen Krankheitserreger wie Viren zu schützen, empfehlen Experten deshalb mindestens Mundschutz mit FFP2 oder sogar FFP3-Filterklasse. Neben den in FFP-Klassen unterteilten Masken gibt es auch weitere Formen des Mundschutzes – beispielsweise OP-Masken, oft auch als Mund-Nasen-Schutz bezeichnet, sowie alle Arten selbstgenähter Mund-Schutzmasken. Speziell Letztere sollten aber hinsichtlich ihrer Filter- und Schutzwirkung sehr kritisch gesehen werden. OP-Masken dienen klassischerweise als Schutzmaßnahme, um die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung von Viren und ähnlichen Erregern durch Tröpfchen zu reduzieren. Ein solcher Mund-Nasen-Schutz muss als Medizinprodukt in Deutschland die Norm DIN EN 14683:2019-6 erfüllen.

FFP1: filtern mindestens 80% der in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm.
FFP2: filtern mindestens 94% der in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm.
FFP3: filtern mindestens 99% der in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm.

Was bedeutet FFP?

FFP steht für „filtering face piece“, also filternde Halbmaske.

Woraus besteht ein Mundschutz?

Das Hauptmaterial ist Vlies, wobei mehrere Lagen der Schutzklasse entsprechend übereinander geschweißt sind. Ab FFP1 wird zusätzlich ein elektrostatisches Material eingearbeitet, um Partikel zu binden und somit zu verhindern, dass diese eingeatmet werden.

Was bewirkt ein einfacher Mund-Nasen-Schutz (MNS)?

Ein einfacher MNS verhindert, dass Keime über Tröpfchen (z.B. beim Niesen oder Husten) an meine Mitmenschen weitergegeben werden.

Kann mich ein Mundschutz vor einer Corona-Infektion schützen?

Ein einfacher MNS (Mund-Nasen-Schutz) kann das nicht. Erst eine Atemschutzmaske ab FFP2 kann Schutz vor Aerosolen bieten. Diese nehmen mindestens 95% der in der Luft enthaltenen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 µm auf. Bei FFP3-Masken sind es mindestens 99%. Diese Atemschutzmasken werden in der medizinischen Versorgung erkrankter Patienten benötigt, um eine Ansteckung und Weiterverbreitung zu verhindern. Ein MNS kann bei bereits infizierten Personen sinnvoll sein, um die Umgebung in sehr begrenztem Maßstab vor Tröpfchen zu schützen. Vor einer Ansteckung können aber nur die FFP2 und FFP3 Masken wirkungsvoll schützen. Diese Masken werden aber gerade dringend von Mitarbeitern im Gesundheitssystem benötigt. Privatpersonen sollten deswegen diese Masken nicht in großen Mengen kaufen, da sie an anderer Stelle dringend benötigt werden und dort wichtiger sind.

Was ist zu beachten, damit ein Mundschutz auch wirklich Schutz bieten kann?

Am wichtigsten ist erst einmal der korrekte Sitz des Mundschutzes oder der Maske. Mund und Nase müssen komplett verdeckt sein und es darf nichts verrutschen, wenn man sich bewegt. Die meisten Produkte verfügen über einen biegsamen Teil, der an die Nase angepasst werden muss, um einen korrekten Sitz zu ermöglichen.
Des Weiteren muss die Tragedauer bzw. die Durchfeuchtung des Materials beachtet werden, da diese einen großen Einfluss auf die Filterleistung haben.

Welchen Schutz bieten selbstgenähte Masken?

Von den oben genannten Masken, die gesetzliche Vorgaben und technischer Normen erfüllen und daher eine Schutzwirkung haben, sind sogenannte „Community-Masken“ zu unterscheiden. Diese Masken sind Behelfs-Mund-Nasen-Masken, die aus handelsüblichen Stoffen hergestellt werden. Community-Masken sind ausschließlich für den privaten Gebrauch geeignet und keine Medizinprodukte. Daher sind sie weder zertifiziert noch getestet. Eine Schutzwirkung ist in der Regel nicht nachgewiesen; durch das Tragen können aber die Geschwindigkeit des Atemstroms oder des Tröpfchenauswurfs reduziert werden. Außerdem können die Masken das Bewusstsein für „social distancing“ sowie
den achtsamen Umgang mit sich und anderen unterstützen.

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